Wolfgang Vogl hat den Laufener Landweizen nach Radling gebracht. Im Anbaujahr 2025/2026 sammelte der Landwirt erste Erfahrungen mit der alten Getreidesorte, und zieht eine positive Bilanz. Dabei waren die Bedingungen alles andere als einfach: Trockenheit und Hitze prägten das Jahr. Das aus Laufen bezogene Saatgut ging dennoch gut auf, behauptete sich bestens gegen Beikräuter und lieferte trotz des witterungsbedingt niedrigeren Wuchses eine zufriedenstellende Ernte in guter Qualität.
Für die Anbausaison 2026/2027 hat Vogl die Fläche bereits verdoppelt. Die neue Saat ist aufgegangen.

Schon auf dem Feld fällt der Laufener Landweizen aus dem Rahmen. Er kann bis zu zwei Meter hoch werden und trägt lange, begrannte Ähren – ein Anblick, der bei modernen Weizensorten kaum noch zu finden ist. Das reife Korn leuchtet goldrot.

Die fast ausgestorbene Landsorte wurde im Rupertigau wiederbelebt und gehört als Slow Food Archepassagier zur Arche des Geschmacks. Mit den Erträgen moderner Weizenzüchtungen kann sie nicht konkurrieren. Doch beim Getreide zählt mehr als die Menge: Seine besonderen Eigenschaften und die Qualität des Korns sind die inneren Werte, die den Laufener Landweizen auszeichnen.

Das Mehl aus dem Laufener Landweizen wird unter anderem in der Klostermühle Altenmarkt und in weiteren regionalen Läden angeboten.