Echtes Bauernhofbrot – ein bedrohtes Kulturgut
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Echtes Bauernhofbrot ist weit mehr als ein im Holzofen gebackenes Sauerteigbrot. Traditionell entstand es aus einem geschlossenen bäuerlichen Kreislauf: Der Roggen wurde auf dem eigenen Hof angebaut, das Mehl selbst erzeugt oder in der Dorfmühle gemahlen, der Sauerteig über Generationen weitergeführt und das Brot im hofeigenen Holzbackofen gebacken. Der Verkauf ab Hof war Teil der landwirtschaftlichen Direktvermarktung und kein eigenständiges Bäckerhandwerk.

Über Jahrhunderte prägte dieses Brot die Ernährung der ländlichen Oberpfalz. Große Roggenlaibe mussten eine Woche oder länger haltbar bleiben und wurden deshalb mit Natursauerteig hergestellt und kräftig ausgebacken.
Heute ist diese ursprüngliche Form des Bauernbrotes selten geworden. Was oft als „Bauernbrot“, „Holzofenbrot“ oder „Hofbrot“ angeboten wird, stammt aus handwerklichen Bäckereien, aber nicht mehr von einem Hof.
Wo dieser Zusammenhang noch erhalten ist, wird nicht nur Brot hergestellt, sondern ein Stück oberpfälzischer Kultur- und Landwirtschaftsgeschichte bewahrt. Der Einkaufsführer Oberpfalz möchte dazu beitragen, diese wenigen verbliebenen Betriebe sichtbar zu machen und ihre Arbeit zu würdigen.