Als es im Zuge eines Familienerbes galt, eine Streuobstwiese in die Hand zu nehmen, schienen ein paar Bienenvölker zur Unterstützung eine gute Ergänzung zu sein. Also besuchte Matthias Fink einen Imker-Anfängerkurs – mit nachhaltiger Wirkung! Bienen und Honig entwickelten sich rasch zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens.

Aus zunächst zwei Bienenvölkern wurden inzwischen rund 70. Sein Schwerpunkt liegt auf der Haltung von Apis mellifera mellifera, der ursprünglich in Mitteleuropa heimischen Dunklen Honigbiene. Seit 2019 wirtschaftet Matthias Fink nach den Richtlinien von Bioland.
Dabei legt er großen Wert auf eine möglichst naturnahe und artgerechte Bienenhaltung: Die Bienen leben in Beuten aus mit Leinöl behandeltem Holz und bauen ihre Waben im Naturbau. Gegen die Varroamilbe setzt er ausschließlich natürliche Säuren sowie biotechnische Verfahren ein. Die Völker dürfen, soweit möglich, auf ihrem eigenen Honig überwintern; ergänzend werden sie mit Bioland-Rübenzucker aus Deutschland aufgefüttert.

Bei der Honigernte werden die Waben entdeckelt, der Honig unmittelbar geschleudert und anschließend dreifach gesiebt. Durch sorgfältiges Rühren erhält er seine feincremige Konsistenz, bevor er abgefüllt und kühl, dunkel sowie trocken gelagert wird.

Das Honigsortiment kann jeden zweiten Freitag auf dem Bio-Donaumarkt verkostet und erworben werden. Darüber hinaus sind die Produkte in Brennberg sowie bei verschiedenen Bio-Betrieben der Region erhältlich. Die aktuellen Bezugsadressen finden sich auf seiner Homepage.

Eine besondere Leidenschaft des jungen Imkers ist die Königinnenzucht. Dabei stehen Eigenschaften wie Sanftmut, Honigertrag, geringer Schwarmtrieb und eine möglichst hohe Varroa-Toleranz im Mittelpunkt seiner züchterischen Arbeit.